1&1 Versatel Glasfaser-Pressekit
1&1 Versatel

Pressekit Inhausverkabelung

100% Highspeed-Glasfaser für Ihr Unternehmen

Glasfaser endet nicht an der Hauswand:
Warum die Inhausverkabelung entscheidend ist

Unter Inhausverkabelung (IHVK) versteht man die gesamte Verkabelung innerhalb eines Gebäudes, die das Internetsignal vom Hausübergabepunkt (HÜP) oder Abschlusspunkt Linientechnik (APL) bis zu den jeweiligen Wohn- oder Gewerbeeinheiten führt. In den meisten Bestandsimmobilien gibt es eine vorhandene Verkabelung mit Kupferleitungen, die den hohen Anforderungen an Highspeed-Internet oftmals nicht gerecht wird. Nur eine Inhausverkabelung auf Basis von Glasfasertechnologie schafft es, hohe Bandbreiten auch über mehrere Etagen und große Gebäudekomplexe zu leiten. Denn nur wenn das Signal verlustfrei durch das Gebäude geführt wird, können die Kunden die hohe Geschwindigkeit, Stabilität und Latenz der Glasfaser auch wirklich ausschöpfen.

1&1 Versatel begleitet Unternehmen und Immobilienbesitzer dabei, diese interne Netzinfrastruktur fachgerecht zu planen und umzusetzen – als Grundlage für eine dauerhaft leistungsfähige und zukunftssichere Gebäudevernetzung.

1. Optionen der Inhausverkabelung

Je nach Gebäude, vorhandener Infrastruktur und technischer Anforderung gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie die Datenübertragung innerhalb des Hauses weitergeführt werden kann. Entscheidend für die Bandbreite ist, ob das Signal vollständig über Glasfaser geleitet wird oder teilweise auf Kupferleitungen übergeht.

Vollständige Glasfaserverkabelung

Bei dieser Lösung wird das Signal vom APL bis zur Anschlussdose oder zum Endgerät vollständig über Glasfaserleitungen übertragen. Das optische Signal bleibt dabei durchgängig im Glasfasernetz und erreicht die Endpunkte verlustfrei.

Ethernet-Inhausverkabelung

Bei der Ethernet-Inhausverkabelung wird das vom Netzbetreiber bereitgestellte optische Signal am APL in ein elektrisches Ethernet-Signal umgewandelt. Die hausinterne Verteilung erfolgt anschließend über eine strukturierte Ethernet-Verkabelung auf Basis von CAT-6a- oder CAT-7-Leitungen. So wird eine zuverlässige, leistungsfähige und zukunftssichere Netzwerkversorgung in allen Bereichen des Gebäudes gewährleistet.

Glas-Kupfer-Wandler

In Gebäuden, in denen eine vollständige Glasfaserverkabelung wirtschaftlich nicht sinnvoll oder gar unmöglich ist, kann ein Glas-Kupfer-Wandler eingesetzt werden. Dieser wandelt das optische Signal der Glasfaser in ein elektrisches Signal um, das über bestehende Kupferleitungen, sogenannte Twisted-Pair-Kabel, weitergeführt wird.

1&1 Versatel | Inhausverkabelung

2. Vor- und Nachteile im Überblick

 

Glas-APL → Glas IHVK

Glas APL → Ethernet IHVK

Glas APL → Glas-Kupfer-Wandler

Beschreibung Das optische Signal wird vom APL über die Inhausverkabelung bis zum Customer Premises Equipment (CPE) vollständig über Glasfaser geführt. Das optische Signal wird am APL in ein elektrisches Ethernet-Signal umgewandelt und über strukturierte Ethernet-Verkabelung (CAT 6a/7) im Gebäude verteilt. Ein Glas-Kupfer-Wandler am APL wandelt das optische in ein elektrisches Signal zur Weitergabe über bestehende Kupferleitungen um.
Vorteile Höchste Übertragungsraten, besonders verlustfreie Signalübertragung, zukunftssicher, skalierbar und abhörsicher. Breite Kompatibilität zu Standard-Netzwerk-Hardware, einfacher Einbau, Alternative zu Glasfaser-IHVK. Nutzung vorhandener Leitungen, geringe bauliche Eingriffe, kostengünstige Zwischenlösung.
Nachteile Etwas höherer Installations- und Materialaufwand, Glasfaser-Anschlusstechnik erforderlich. Begrenzte Reichweite (max. 100 m pro Segment), geringfügige Signalverluste, nicht vollständig zukunftssicher. Zusätzlicher Energiebedarf durch Wandler-Hardware. Begrenzte Reichweite (max. 100m) und Leistung, max. Übertragungsraten von bis zu 1,3 Gbit/s (Download + Upload), abhängig von Leitungslänge und -qualität.
Einsatzempfehlung Vorgeschrieben bei Neubauprojekten, empfohlen für Sanierungsobjekte und Umbauten bei Gewerbe- und Mehrparteien-objekten mit hohem Bandbreitenbedarf oder vielen Endpunkten. Sinnvoll bei Bestandsgebäuden mit moderner Ethernet-Verkabelung oder wenn Glas nur bis zur Netzverteilung geführt wird. Übergangslösung in Bestandsgebäuden oder bei erschwerter Nachrüstung (z. B. Denkmalschutz).

3. Anforderungen an Planung und Umsetzung

Eine Inhausverkabelung muss sorgfältig geplant werden, um zuverlässig und sicher zu funktionieren. Wichtige Punkte sind dabei:

  • Trassenführung: Wo verlaufen die Kabel im Gebäude, und wie werden sie geschützt?
  • Brandschutz: Kabel müssen oft bestimmte Brandschutzanforderungen erfüllen (z. B. halogenfreie Ummantelung).
  • Biegeradien und Kabelzug: Glasfaserkabel sind empfindlich gegenüber zu engen Kurven und müssen fachgerecht verlegt werden.
  • Dokumentation: Jede Leitung sollte nachvollziehbar beschriftet und in Plänen erfasst werden, um spätere Wartung oder Erweiterungen zu erleichtern.

4. Lösungen für die Inhausverkabelung von 1&1 Versatel 

1&1 Versatel unterstützt Unternehmen und Gebäudeeigentümer dabei, die für den Glasfaseranschluss erforderliche Inhausverkabelung fachgerecht zu planen und umzusetzen – von der technischen Beratung, über die Planung bis zur Installation der internen Netzstruktur.

Inklusive-Optionen

  • Nutzung vorhandener Infrastruktur: Die bestehende Glasfaserverkabelung wird mit den passenden Steckertypen verbunden. Der Kunde steckt diese auf das bereitgestellte Patchfeld von 1&1 Versatel.
  • Bereitstellung am Hausübergabepunkt: Der Anschluss und das Kundenendgerät werden in unmittelbarer Nähe des Hausübergabepunktes von 1&1 Versatel bereitgestellt. Von dort aus führt die vorhandene Ethernet-Verkabelung in das lokale Netzwerk des Kunden.
  • Verlegung im vorhandenen Leitungsweg: Der Kunde bereitet die Strecke vor, einschließlich Wand- oder Deckendurchbrüche sowie Brandschutzmaßnahmen. Das Kabel wird bis zu 20 Meter vom Hausübergabepunkt bis zur Anschlussdose von 1&1 Versatel verlegt.

Weitere Optionen

  • Verlegung in Eigenregie: Die Realisierung einer geeigneten Inhausverkabelung erfolgt durch den Kunden. Dafür werden entsprechende Richtlinien bereitgestellt.
  • Beauftragung eines Partners von 1&1 Versatel: Auf Wunsch erfolgt die Vermittlung an einen zertifizierten Partner. Dabei profitieren Kunden von attraktiven Konditionen.
  • Beauftragung von 1&1 Versatel: Die Koordination des Baus der Inhausverkabelung wird vollständig übernommen. Ein indikatives Preisangebot wird über den Kalkulator erstellt, ein verbindliches Angebot erfolgt nach einer Vor-Ort-Begehung.
  • Glas-Kupfer-Wandler: Dort wo keine vollständige Inhausverkabelung möglich ist, kann das Signal mithilfe eines Glas-Kupfer-Wandlers bis zum Standort des Kundenendgeräts übertragen werden. Über eine Reichweite von maximal 100 Metern ist eine Glasfaser-Leistung mit maximalen Übertragungsraten von bis zu 1,3 Gbit/s (Download + Upload), möglich, ohne dass eine Neuverkabelung erforderlich ist. Die Installation erfolgt in Eigenregie. 
     

5. Verantwortung und Mitwirkung der Gebäudeeigentümer

Der APL markiert die Schnittstelle zwischen öffentlicher Netzinfrastruktur und privatem Eigentum. Während der Netzbetreiber für die Anbindung des Gebäudes verantwortlich ist, obliegt die Inhausverkabelung in der Regel dem Gebäudeeigentümer oder Betreiber. Daher kann der Glasfaserausbau im Gebäudeinneren auch nur erfolgreich abgeschlossen werden, wenn der Gebäudeeigentümer dies unterstützt. Daraus ergeben sich mehrere praktische und rechtliche Konsequenzen:

Icon Zugang

Zugangsrechte und Duldung:

Netzbetreiber, die eine Inhausverkabelung verlegen möchten, benötigen die Erlaubnis, Leitungen durch Treppenhäuser, Wände, Schächte oder Keller zu führen. Eigentümer müssen daher bauliche Zugänge ermöglichen oder selbst entsprechende Vorbereitungen treffen.

Icon Bauarbeiten

Planung und Baukoordination:

Die Inhausverkabelung muss an die individuellen baulichen Gegebenheiten angepasst werden – etwa an vorhandene Steigschächte, Brandschutz-Anforderungen oder technische Räume. Eine enge Abstimmung zwischen Eigentümer, Planern und Installationsfirmen ist dabei unerlässlich.

Icon Euro

Kosten und Zuständigkeiten:

Während der Netzbetreiber für den Außenanschluss verantwortlich ist, trägt der Eigentümer in der Regel die Kosten und Verantwortung für die hausinterne Infrastruktur. Ohne diese Investition werden die Vorteile einer Glasfaseranbindung nicht genutzt.

Icon Steigerung

Langfristige Nutzung und Wertsteigerung:

Eine gut geplante Inhausverkabelung steigert den Wert und die technische Zukunftsfähigkeit einer Immobilie. In einer aktuellen Studie bestätigen über 50 Prozent der befragten Immobilienprofis, dass sich ein Glasfaseranschluss positiv auf die Vermietbarkeit auswirkt. Fast ebenso viele geben an, dass der Immobilienwert steigt. Und knapp ein Viertel sagt: Mit Glasfaser lassen sich Gewerbeobjekte schneller verkaufen.

6. Rahmenbedingungen für einen fairen IHVK-Ausbau 

Um den Glasfaserausbau in Deutschland nachhaltig und wettbewerbsfreundlich zu gestalten, sind klare und zukunftsorientierte Rahmenbedingungen erforderlich. Die anstehende Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) bietet eine wichtige Chance, bestehende Herausforderungen zu adressieren und den Wettbewerb zu stärken. 1&1 Versatel begrüßt die Stoßrichtung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDS) und setzt sich für folgende Maßnahmen ein:

Förderung von Wettbewerb und Verhinderung von Monopolen: Insbesondere in der Netzebene 4 (Inhausverkabelung) sowie in der Netzebene 3 (Zuleitung zum Gebäude) müssen bestehende Monopole beseitigt und zukünftige verhindert werden. Nur so kann ein fairer Infrastrukturwettbewerb gewährleistet werden.

Transparenz und Mitnutzung bestehender Infrastruktur: Der Zugang zu Informationen über vorhandene Netzinfrastruktur muss standardisiert und vereinfacht werden. Ein „Click & Buy“-Ansatz, der langwierige und personalintensive Verhandlungen ersetzt, ist essenziell, insbesondere für Einzelstrecken.

Zugang zur Netzebene 4: Der Zugang zur Inhausverkabelung darf nicht verweigert oder prohibitiv hoch bepreist werden. Eine solche Praxis würde den Infrastrukturwettbewerb unterbinden, da eine Duplizierung von Inhausnetzen in der Regel nicht möglich ist. Der Zugang zur Netzebene 4 ist sowohl für den Ausbau von Privatkundenanschlüssen (z. B. Lückenschluss oder Parallelausbau) als auch für Geschäftskunden in gemischt genutzten Gebäuden unverzichtbar.

Keine „Gatekeeper-Maut“ für die Netzebene 4: Die Netzebene 4 darf nicht als eigenständiges Geschäftsmodell genutzt werden. Stattdessen muss sie so gestaltet sein, dass ein diskriminierungsfreier Zugang für weitere Nutzer möglich ist. Dies könnte durch den Ausbau mit vier Fasern sowie die Einrichtung eines offenen und wettbewerbstauglichen Verteilers oder Patchfelds zwischen Netzebene 3 und Netzebene 4 sichergestellt werden.

Effizienter Ausbau von Multi-Tenant-Gebäuden: Die aktuelle Regelung nach § 145 Abs. 1 TKG, die lediglich den Anschluss eines einzelnen Kunden in einem Mehrfamilienhaus ermöglicht, ist nicht zielführend. Der Gesetzesrahmen muss einen Komplettausbau des gesamten Gebäudes ermöglichen, um eine effiziente Nachverdichtungen zu ermöglichen.

Verpflichtung zum Ausbau: Eigentümer sollten verpflichtet werden, die Inhausverkabelung für Glasfaseranschlüsse auszubauen. Alternativ muss der initiale Ausbauer in die Pflicht genommen werden, den Gesamtausbau diskriminierungsfrei und zugänglich zu gestalten.

Kostenloser und diskriminierungsfreier Zugang: Die Inhausverkabelung sollte so gestaltet sein, dass alle Zugangsnachfrager kostenlos und diskriminierungsfrei darauf zugreifen können. Dies könnte durch eine Regelung ähnlich § 72 Abs. 6 TKG erreicht werden, die den Zugang nach Finanzierung des Glasfaser-Bereitstellungsentgelts regelt.

7. Fazit: Bedeutung der Inhausverkabelung für die Digitalisierung 

Die Inhausverkabelung bildet das Rückgrat der digitalen Infrastruktur in Unternehmen und Gebäuden. Nur mit einer leistungsfähigen hausinternen Verkabelung kann die hohe Bandbreite von Glasfaser überall im Gebäude effizient genutzt werden. Sie sorgt für stabile und schnelle Verbindungen, die Cloud-Lösungen, Videokonferenzen und andere digitale Arbeitsprozesse zuverlässig unterstützen. Gleichzeitig schafft sie die Grundlage für die steigenden Datenanforderungen der Zukunft und ermöglicht die Integration moderner Technologien wie Smart-Building-Systeme. Wer hier vorausschauend plant und investiert, legt den Grundstein für leistungsfähige, zukunftssichere und flexible IT-Infrastrukturen – und stellt damit sicher, dass die Vorteile der Glasfasertechnologie tatsächlich bei den Nutzern ankommen.

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