von Jana Wessel

Internet der Dinge beschleunigt den Datenverkehr

Stille Revolution in der digitalen Kommunikation: Der IPv6 Launch Day an diesem Mittwoch sorgt dafür, dass ab heute praktisch jeder Toaster eine eigene Internetadresse bekommen kann. Die Vernetzung der „Dinge“ kann kommen und wird den bereits jetzt stark steigenden Datenverkehr nochmals beschleunigen.

Für Internetanwender ist die Umstellung auf den neuen Übertragungsstandard IPv6 unsichtbar und dennoch ist es eine Revolution, was hier technisch in den Schaltzentralen der Internet-Knotenpunkte passiert. Unendliche viele Internetadressen sind jetzt verfügbar: Endlich erhält der  „Smart-Toaster“ eine eigene Identität (eindeutige IP-Adresse) und setzt, wenn die Weißbrotscheiben in die Höhe hüpfen,  eine Statusmeldung inklusive Bräunungsgrad und Temperaturangabe ab. Gut, nicht jeder will und braucht einen solchen „schlauen“ Toaster. Aber wenn beispielsweise eine Waschmaschine, ein Auto oder ein Server – ausgestattet mit Selbstdiagnose-Tools – eine Nachricht an den Techniker schickt, bevor der Motor oder der Lüfter aussetzt und größere Schäden nach sich zieht, dann sind solche intelligenten und effizienten Wartungskonzepte sehr nützlich.

„Smart“ ist mittlerweile ein Inbegriff, wenn Gegenstände internetfähig sind und damit in vernetzte Nutzungskonzepte eingebunden werden. Wissen Sie was „SG-Ready“ bedeutet? Wenn die Waschmaschine eines namhaften deutschen Premiumherstellers für Haushaltsgeräte mit der hauseigenen Photovoltaikanlage kommuniziert und sich dann automatisch einschaltet, wenn die Sonne scheint und genügend Strom auf dem Dach produziert wird. Bügeln muss man die Hemden leider noch selbst.

Das Internet der Dinge kann also kommen und es wird den Datenverkehr im Netz – getrieben durch Video, Internet-TV sowie professionelle Kommunikations- und IT-Lösungen  - nochmals erheblich erhöhen. Bis 2016 werden rund 19 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein, 2011 waren es „erst“ 10,3 Milliarden Netzwerkverbindungen, sagt Cisco. Intelligente Geräte sowie Machine-to-Machine (M2M)-Verbindungen brauchen immer mehr Netzwerkbandbreite.

In nur wenigen Jahren steigt der IP-Datenverkehr auf 150 Petabyte pro Stunde (!). Ein Vergleich, setzt die schwer vorstellbare Zahl ins Bild: 278 Millionen Internetnutzer schauen gleichzeitig  per Streaming mit einer mittleren Übertragungsrate von 1,2 Megabit pro Sekunde einen HD-Film an. Vor allem der mobile Datenverkehr nimmt laut Cisco gigantisch zu: Bis 2016 um rund das 30-fache. Um diese Datenmengen zu transportieren, braucht es neben genügend IP-Adressen auch gute Netze...

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